Frau S. floh noch als Minderjährige von Äthiopien nach Europa. Ihre genauen Fluchtgründe sind nur der Anwältin bekannt, da es ihr schwer fiel, darüber zu sprechen. Wir unterstützen ihre Klage gegen die geplante Abschiebung im Juni 2017.

Familie MA. klagte im Januar 2017 im Rahmen unserer Queer-Stay-Here-Kampagne gegen ihren negativen Asylbescheid. Trotz der Bisexualität beider Partner hatte die Familie eine Abschiebungsandrohung für Tunesien erhalten.

Weil in Venezuela regelmäßig Menschenrechte verletzt werden, entschloss sich Familie S.D. nach Deutschland zu kommen. Mit unseren Unterstützer*innengeldern von März 2017 unterstützen wir ihr Aufenthaltsverfahren. Vor allem die ungenügende Gesundheitsversorgung und die Verfolgung Oppositioneller durch die sozialistische Diktatur in ihrer Heimat prangern sie an!

Unser erster Kläger im neuen Jahr ist Herr F.
Er floh im Oktober 2016 von Tunesien nach Deutschland, wo er Asyl aufgrund seiner Homosexualität beantragte. Dieser Antrag auf Asyl wurde Anfang Januar abgelehnt, wogegen Herr F. sich zur Wehr setzte – das BAMF hat den Ablehnungsbescheid vor der nun Verhandlung zurückgezogen! Herr F. kann bleiben!

Im November 2016 klagen wir mit Familie B. gegen die drohende Abschiebung nach Afghanistan, das laut aktueller politischer Linie als „sicheres Herkunftsland“ eingestuft wird. Wir kämpfen gegen diese Einschätzung und sagen: Afghanistan ist nicht sicher!

Frau M. finanziert mit uns im September 2016 die Klage gegen ihren Dublin-Bescheid. Sie soll mit ihrem Sohn in einen anderen EU-Staat abgeschoben werden, in dem sie persönlich mit dem Tod bedroht wurde. Seit 2014 muss sie in der EU herumreisen, ohne dass ihr Asylverfahren angefangen wurde.

Im Juli 2016 unterstützen wir Herrn Ahmed, der nach seinem Masterstudium und der Gründung seines Startups abgeschoben werden sollte. Herr Ahmed ging dagegen mithilfe eines Anwalts vor. Durch außergerichtliches Verhandeln erhielt er einen Aufenthaltstitel für eineinhalb Jahre. Herzlichen Glückwünsch von Peperoncini! Wir übernehmen jetzt das Honorar für den Anwalt.

Eine ungewöhnliche Klage im Mai 2016! Frau D. aus Tschetschenien (Russland) stellt Strafanzeige gegen die rechtswidrige Art ihrer Abschiebung. Sie wurde ohne ihren 13-jährigen Sohn abgeschoben, der nicht zuhause war, als die Polizei kam. Bei einer Strafanzeige ist Öffentlichkeitsarbeit notwendiger denn je, damit die Staatsanwaltschaft ein „öffentliches Interesse“ sieht und anfängt zu ermitteln. Deshalb: Dringend mit uns Lärm machen!

Auch Frau O. unterstützen wir durch die Weihnachtsbürgschaften 2015. Frau O. erhielt einen negativen Asylbescheid, obwohl sie noch heute unter den Erlebnissen in Algerien leidet. Das BAMF entschied jedoch, dass dies nicht die Ursache der psychischen Krankheit von Frau O. sein kann – die Gewalt, die gegen sie ausgeübt wurde, sei schon zu lange her. Dagegen geht Frau O. in Berufung vor das OVG Bautzen!